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Ganz zauberhaft Die nächste Generation Arbeitsszenen Papierfilme! Heller Alptraum
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Porträt Heller Alptraum Tim Fehlbaum hat das Debüt gedreht, das man von einem »Shocking-Shorts«-Preisträger erwarten durfte. Nur besser. Begegnung mit einem Regisseur, der jetzt schon zu einer seltenen Spezies im deutschen Film gehört. Text und Foto Christoph Gröner
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Ein deutsches »Deliverance« mit »28-Weeks-Later-Optik«, mit »Mad-Max«-Härte und »Schlock«-Staub darauf? Ein roher, fieser Thriller also – wäre so etwas möglich in der Filmfördernation Deutschland, wo pädagogische Mehrwertforderungen schon mal kreative Entscheidungen erdrücken? Ja, klar! Das war bisher die ironische Antwort. Bis zu »Hell«. Der Titel läßt sich Deutsch und Englisch lesen: Eine helle Hölle – dieser Thriller löst das ein. Die Apokalypse beginnt hier hinter Starnberg. Das Voralpenland ist in naher Zukunft ausgebrannt von einer Sonne, die plötzlich feindlich heiß strahlt. Bei den Bildern in Hell fragt man sich ziemlich schnell, wieso Landschaft stets als eine Domäne des amerikanischen Kinos gilt. Es geht doch auch hier: Traum oder Alptraum – sie können auch »homegrown« aus der Landschaft herausgefilmt werden. Eine Reisegemeinschaft fährt in der ersten Hälfte seines Films in einem klapprigen Auto in Richtung Berge. Die Fenster sind verklebt, durch die Pappe hindurch geht der Blick auf rissige Erde und ausgetrocknete Kadaver. Im Auto sitzen Marie (Hannah Herzsprung), Philipp (Lars Eidinger) und Leonie (Lisa Vicari), eine Schicksalsgemeinschaft auf dem Weg ins Ungewisse, die später Tom (Stipe Erceg) noch ergänzt. Sie werden auf andere Überlebende treffen – und spätestens dann wird klar, daß Zivilisation ein verdammt relatives Konzept ist. »Hell« entspricht dem Zeitgeist, der mehr und mehr Ängste vor dem Verlust des guten Lebens kennt. Aber er ist vor allem, ganz einfach, ein exzellenter Thriller. […]
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